Für Städte und Gemeinden bietet die eingetragene Genossenschaft die Möglichkeit, kommunale Dienstleistungen und Infrastruktur durch ein breites Bündnis von Bürgern, örtlicher Wirtschaft und Kommune interessengerecht zu gestalten. Genossenschaften kombinieren die Vorteile des öffentlichen und privaten Sektors. Durch die regelmäßige Prüfung der wirtschaftlichen Lage und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch den Genossenschaftsverband als unabhängiger Prüfungsinstanz kann eine hohe Insolvenzsicherheit gewährleistet werden.
Genossenschaften als Betreiber der Wasser- oder Energieversorgung, von Krankenhäusern, Wochenmärkten und im Bereich Stadtmarketing sind nur einige erfolgreiche Beispiele.
Die Novelle des Genossenschaftsgesetzes 2006 stellt durch die Ausweitung des Förderzwecks auf soziale und kulturelle Belange klar, dass eingetragene Genossenschaften Hallenbäder, Theater oder Bibliotheken übernehmen können und schafft vielfältige Möglichkeiten etwa im Bereich von Kindergärten, Schulen und Pflegeeinrichtungen.
Die erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten des Genossenschaftsgesetzes erlauben dabei einen individuellen Zuschnitt der Satzung auf die jeweiligen Erfordernisse der Genossenschaft und der Interessen der Mitglieder. Das Genossenschaftsmodell hat dabei den besonderen Charme, die Leistungsfähigkeit eines privaten Unternehmens mit der Verantwortung für die Gewährleistung einer öffentlichen Aufgaben zu verbinden.
Mit der Broschüre „Genossenschaften – Miteinander von Bürgern, örtlicher Wirtschaft und Kommunen“ informiert der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV) gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) über die Möglichkeiten und Vorteile des Genossenschaftsmodells bei der zukünftigen Gestaltung von Aufgaben im öffentlichen Interesse. Sie ist als Dokumentation No 40 als Beilage der Zeitschrift „Stadt- und Gemeinde INTERAKTIV“ Ausgabe 9/2004 erschienen. Die Broschüre kann bezogen werden beim
Verlag Winkler & Stenzel, Tel. 05139-8999-0 Fax 05139-8999-50
Zum Download der PDF-Version der Broschüre (1,28 MB) klicken Sie hier.
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