Das Interesse an genossenschaftlichen Lösungen für eine zukunftsweisende Weiterentwicklung des Gesundheitswesens steigt. Die genossenschaftliche Idee trägt durch Kostenoptimierung, Beratung und Qualifizierung nicht nur zur wirtschaftlichen Stärke ihrer Mitglieder bei, sondern kann auch einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung einer qualitativ hochwertigen und hinreichenden medizinischen Versorgung leisten.
Über 10.000 Ärzte haben sich seit dem Jahr 2000 in Ärztegenossenschaften zusammengeschlossen. Genossenschaftsmodelle werden verstärkt im Bereich der integrierten Versorgung und für Medizinische Versorgungszentren aufgegriffen. Mit der Novelle des Genossenschaftsgesetzes 2006 bietet die Genossenschaft für Kooperationen ab drei Beteiligten einen adäquaten Organisations- und Rechtsrahmen.
Die DGRV-Gründerfibel: Ärztegenossenschaften informiert, wie Praxisnetze, Medizinische Versorgungszentren und ärztliche Organisationsgemeinschaften
genossenschaftlicht organisiert werden können.
Mit der Studie „Genossenschaften als Chance für die Entwicklung der Integrierten Versorgung im Gesundheitswesen“ informiert der DGRV über aktuelle Konzepte und zukünftige Potenziale, welche die Genossenschaftsidee für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens bietet.
Die Autoren Prof. Dr. Klaus-Dirk Henke, Prof. Dr. Wolfgang Friesdorf und Dr. Ingo Marsolek halten einen genossenschaftlichen Ansatz für prädestiniert, Gesundheitsdienstleistungen aus einer Hand anbieten zu können. Die Studie skizziert die Weiterentwicklung der Genossenschaftsidee im Gesundheitswesen ausgehend von einer genossenschaftlichen Bündelung der Leistungsanbieter im Rahmen einer integrierten Versorgung von ausgewählten Patientengruppen bis zur Vision einer genossenschaftlichen Regelversorgung einer Gesamtregion.
Medizinische Versorgungszentren
Im zentralen Geschäftsfeld der medizinischen Versorgung, der ärztlichen Tätigkeit, wurde eine völlig neuartige Organisationsform dieser Arbeit auf den Weg gebracht. Seit dem 1. April 2004 können neben den bekannten ärztlichen Praxen und Krankenhäusern auch „Medizinische Versorgungszentren“ (MVZ) als eigenständige Organisationsform in der Krankenversorgung aktiv werden …
Lesen Sie mehr in der Zeitschrift Genossenschafts-Kurier 5/05.
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