Spätestens seit dem Atom-Unglück in Fukushima kann es bundesweit Politikern und Bürgern gar nicht schnell genug gehen mit der Energiewende. Doch wie das genau funktionieren soll, wissen die wenigsten. In Wachenroth hingegen sind sie auf ihrem Weg hin zur regenerativen Energieerzeugung und -versorgung bereits weit. Noch in diesem Jahr soll es nach eigener Auskunft mit einem Nahwärmenetz losgehen.
Lorenz Dietsch steht schon in den Startlöchern. Seit Mai läuft die Biogasanlage des Weingartsgreuther Landwirts, er speist Energie in das Netz der E.on ein. Für einen Großteil der Wärme jedoch, den die Anlage produziert, hat Dietsch noch keine Verwendung: „80 Prozent werden momentan einfach so in die Luft geblasen“, sagt der Weingartsgreuther.
Das soll sich bald ändern. Seit ungefähr zwei Jahren laufen in Wachenroth die Planungen für den Aufbau eines Nahwärmenetzes, spätestens mit der Gründung einer Nahwärmegenossenschaft im vergangenen Dezember ist das Projekt in die Zielgeraden eingebogen. Gespeist werden soll das Netz unter anderem von Dietschs Biogasanlage. „Allein diese würde 50 bis 60 Prozent unseres Bedarfs decken“, erklärt Albert Kühner, der Vorsitzende der Genossenschaft.
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