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Altenheim vor Neuanfang

Aufhausen.  Das Seniorenpflegeheim in Aufhausen ist insolvent. Der Grund dafür lag in der familiären Situation der Geschäftsführerin. Der Betrieb geht problemlos weiter. Ab Februar in Form einer Genossenschaft.
Seit zwölf Jahren gibt es das kleine gemütliche Seniorenpflegeheim Rösler GmbH im Geislinger Ortsteil Aufhausen. Zwölf Bewohner, 23 Mitarbeiter. Für die gute Pflege und Betreuung gab es im letzten Jahr die Note 1 vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).
Nun musste Silvia Rösler als Gründerin und Geschäftsführerin der GmbH, die das Heim betreibt, Insolvenz anmelden. Nicht, weil das Konzept des Seniorenpflegeheimes nicht aufgegangen oder es nicht wirtschaftlich wäre. Die Gründe für die Insolvenz liegen im privaten Bereich von Rösler. Alles lief gut bis zur Scheidung von ihrem Mann. Den anschließenden Prozess gegen ihren Ex-Mann, in dem es um Gütertrennung und Verpflichtungen ging, verlor sie. Die Darlehen, die unter anderem für das Gebäude, in dem sich das Seniorenpflegeheim befindet, zusammen mit ihrem Mann aufgenommen wurden, belasteten plötzlich die Bilanz der Heim-GmbH. Wegen der Überschuldung stellte Rösler den Insolvenzantrag. Das Verfahren soll ab Februar eröffnet werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist bereits im Haus.
Um das Seniorenpflegeheim weiter betreiben zu können, musste eine neue Gesellschaftsform her. Silvia Rösler gründete mit einem Teil ihrer Mitarbeiter dafür eine gemeinnützige soziale Genossenschaft. Diese hat mittlerweile 16 Mitglieder und hofft auf weitere, die sich mit 500 Euro am Unternehmen beteiligen, ohne dass es eine Dividendenausschüttung gibt. Ihre Arbeit nimmt die Genossenschaft zum 1. Februar auf. Zu diesem Zeitpunkt wird die GmbH das Heim nicht mehr betreiben. "Wir fangen bei Null an. Ohne Schulden und Verpflichtungen", betont Rösler. Diese würden in der GmbH bleiben.

 

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