WAHLSDORF - Bei der Einwohnerversammlung zum Thema Nahwärmenetz in Wahlsdorf sollten eigentlich schon Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ganz so weit ist es dann doch noch nicht. Aber zumindest wissen die Dorfbewohner, was sie wollen. Sechs Veranstaltungen gab es in den vergangenen Monaten. Dabei wurden den Wahlsdorfern die Vorteile eines Nahwärmenetzes erläutert. Noch befindet sich die Biogasanlage in Wahlsdorf im Bau. Sobald sie fertiggestellt ist, könnte sie den Ort mit Wärme versorgen. Insgesamt stehen 110 Anschlüsse zur Verfügung. Bisher gibt es knapp 70 Haushalte, die sich dafür interessieren. „Je mehr Abnehmer es gibt, desto günstiger ist der Preis“, sagte Hartmut Brauer vom zuständigen Ingenieurbüro in Strausberg.
Nach wie vor gibt es Beratungsbedarf. Die meisten Wahlsdorfer wollten wissen, ob sie für das Nahwärmenetz einen neuen Heizkessel benötigen. Laut Brauer ist dies nicht erforderlich. Wer sich für das Fernwärmenetz entscheidet, erhält eine Hausanschlussstation, sodass der Kessel überflüssig wird. „Die Umbauarbeiten sind gering. Die Sache ist innerhalb weniger Stunden erledigt“, berichtete Brauer.
Die Wahlsdorfer haben sich entschieden, Anfang des kommenden Jahres eine „Wärme-Genossenschaft“ zu gründen, um Mitspracherecht zu haben. Einige erklärten schon ihre Bereitschaft, im Vorstand oder im Aufsichtsrat mitzuarbeiten.
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