Mit der Gründung der Genossenschaft „Seniorenzentrum Frickingen“ vollzog sich am Donnerstagabend im Bürgersaal des Frickinger Rathauses ein vermutlich historischer Akt. 29 Personen hoben die Genossenschaft mit ihrer Beitrittserklärung aus der Taufe. Damit steht nach einer zweijährigen Vorbereitungszeit ein Hauptsignal für den Bau eines Seniorenzentrums im Frickinger Pfarrgarten auf Grün.
Bürgermeister Joachim Böttinger leitete die Gründungsversammlung. Er betrachtete das geplante Seniorenzentrum mit 17 barrierefreien Wohnungen als zentralen Baustein in der Weiterentwicklung der Infrastruktur in der Gemeinde. Den Weg, das Vorhaben auf genossenschaftlicher Basis zu realisieren, bezeichnete er als nichtalltägliches Modell. Und dass dieser jetzt in die Zielgerade mündet, wertete er als Ausdruck großen bürgerschaftlichen Engagements. Dafür nannte er stellvertretend Karl-Heinz Hofele. Er habe einen rührigen Arbeitskreis um sich geschart, um die Idee, Menschen auch in ihren alten Tagen einen Verbleib im Herzen der Gemeinde zu ermöglichen, zu verwirklichen. Er habe auch schon nach Kapitalgebern Umschau gehalten. Nicht ohne Erfolg. „Für die Zeichnung von genossenschaftlichen Anteilsscheinen haben wir mündliche Zusagen im Volumen von rund 600 000 Euro“, konnte er vermelden. Damit ist man der erforderlichen Eigenkapitalquote von rund 900 000 Euro für das auf 2,7 Millionen Euro geschätzte Projekt schon recht nahe gekommen. Noch ehe Baupläne vorliegen, mit denen man, so Hofele, „auf Akquisition gehen kann“.
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