In Thurnau träumt man von einer eigenen Brauerei. 88 Jahre nach Schließung des alten Kommunbrauhauses wollen Bürger wieder genossenschaftlich Bier brauen. Als Anwesen hat man die Wirtschaft "Schlossbräu" auserkoren. Bislang haben schon 76 Interessenten Anteile gezeichnet.
Gut Bier will Weile haben. Fünf bis sechs Wochen muss der Brauer einkalkulieren, bevor sein Sud aus Wasser, Malz und Hopfen zu süffigem Gerstensaft geworden ist. Geduld brauchen auch noch die Initiatoren der geplanten Kleinbrauerei "Schlossbräu", bis sie endlich den ersten Schluck Thurnauer Kommunbräu nehmen können. Zwar haben sie bei einer professionell gestalteten Informationsveranstaltung im Thurnauer Schloss rund 80 Interessierten eine wirklich ausgegorene Idee präsentiert. Und das mit Erfolg, denn etliche Bierliebhaber zeichneten noch vor Ort spontan einen Anteil - und das ohne vollmundig eine hohe Rendite zu versprechen. "Wir haben bislang 76 Genossen, die rund 180 000 Euro zur Verfügung stellen", erklärt Mit-Initiator Karl-Heinz Lauterbach. Doch hat man beileibe noch nicht die bis für die Gründung der Genossenschaft benötigte Summe von einer halben Million Euro zusammen. Insgesamt will man 800 000 Euro investieren, ein Teil soll über Darlehen und Födermittel finanziert werden.
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