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Neues Leben für uriges Dorfgasthaus

Kultureller Treffpunkt, Schwarzwaldkneipe, Dorfladen: Genossenschaftliches Konzept für das "Rössle" in Geschwend.


TODTNAU-GESCHWEND. "Wir alle kaufen das Rössle", so lautet der Aufruf einer Interessengemeinschaft, die sich mit großem Engagement dafür einsetzt, das leer stehende Gasthaus zum Rössle als Geschwender Dorfgasthaus und kulturellen Treffpunkt wiederzubeleben. Auch ein Dorfladen soll später hinzukommen. Bestandteil des durchdachten Konzeptes ist die Gründung einer Genossenschaft am 14. Oktober in der Elsberghalle. Eine Woche später wird der Kaufvertrag abgeschlossen.

Vor anderthalb Jahren war die Wirtschaft noch ab und zu offen. Als die betagte Wirtin ins Altersheim gezogen war und das Haus zum Verkauf stand, setzten die Bemühungen ein, das Rössle zu erhalten und wieder zu aktivieren. Als die Interessengemeinschaft den Zuschlag bekam, wusste man: "Es braucht viele, es braucht das ganze Dorf und noch mehr". Ein Bauausschuss, ein Finanz- und Kulturteam, Teams für Konzept und Sponsoring wurden gebildet. Bei der ersten Versammlung kamen schon 80 Interessierte. Nach einjähriger Bauzeit ist die Eröffnung zu Silvester 2012 anvisiert, kündigte Ewald Dießlin an. Im Namen der Interessengemeinschaft, die aus vier Familien besteht, informierte er im Gespräch mit der BZ über das Projekt. Ein Vorbild ist das genossenschaftlich geführte Gasthaus "Bolando" in Bollschweil, wo man sich informierte. Die Kosten für Kauf und Umbau belaufen sich laut Finanzierungskonzept auf rund 600 000 Euro. Abzüglich 20 Prozent Leader-Zuschuss und Eigenkapital rechnet man mit einem Fremdkapitalbedarf von 250 000 Euro. Freunde des "Rössle" können Genossenschaftsanteile à 1000 Euro zeichnen. Wenn sich 160 Rössle-Genossen finden, ist es unter Berücksichtigung von Eigenleistungen so gut wie geschafft, und es entsteht eine Gemeinschaft, die das Ganze trägt.

 

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