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Süffiges aus Nordrachs Äpfeln

Für Apfelsaft und Apfelsecco aus der Gemeinde soll eine eigene Genossenschaft gegründet werden


Apfelsaft und Apfelsecco aus Nordrach könnten bald zum Markenzeichen der Gemeinde werden. Für die Produktion und den Verkauf fruchtiger Erzeugnisse soll nun eine eigene Genossenschaft gegründet werden. Dieser können dann örtliche Landwirte ihre Äpfel liefern. Zu Preisen weit über dem Marktwert übrigens.

19.08.2011 - Nordrach. Der Grundgedanke der geplanten Nordracher Streuobst-Genossenschaft ist in sich schlüssig und in etwa an die Winzergenossenschaften angelehnt: Landwirte liefern Erzeugnisse zentral an eine Genossenschaft und erhalten dafür Geld Die Genossenschaft wiederum produziert aus den abgelieferten Früchten ein verkaufsfertiges Produkt. Der Erlös fließt entweder in Investitionen oder wird als Dividende an die Mitglieder der Genossenschaft ausbezahlt.
»Warum nicht auch in Nord­rach?«, dachte sich Barbara Kamm-Essig, die in Nordrach eine Tierheilpraxis betreibt, auch im Gemeinderat sitzt, und ansonsten unheimlich gerne Apfelsaft und Apfelsecco aus ihrer Heimat Mittelfranken trinkt. Dort hatte man bereits vor zehn Jahren das Potenzial der Streuobstwiesen entdeckt und stellte aus Äpfeln Saft oder süffigen, perlenden Apfelsecco her – mit oder ohne Alkohol übrigens.
»Äpfel haben wir hier auch«, unterbreitete die Apfelliebhaberin den Vorschlag Bekannten und ihren Gemeinderatskollegen. Und der Gemeinderat biss buchstäblich an. Das Gremium besichtigte eine Manufaktur in Franken und informierte sich über Erzeugung und Vertriebswege.
Um den Nachschub an frischem Obst von Nordracher Bäumen sicherzustellen und den Landwirten schmackhaft zu machen, soll das Ganze über eine neu zu gründende Genossenschaft abgewickelt werden. Die möchte das Obst deutlich über dem Marktwert bezahlen, um Nordracher Lieferanten einen Anreiz zu geben. Auch die typischen Streuobstwiesen könnten so erhalten werden. »Wir wollen 20 Euro pro 100 Kilogramm Äpfel bezahlen, üblich sind fünf Euro«, so gestern Nord­rachs Bürgermeister Carsten Erhardt, der privat und als Gemeindeoberhaupt von der Idee überzeugt ist.

 

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