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SAPV-Genossenschaft Dachau gegründet

Seidenath: „Spezialisierte ambulante palliativmedizinische Versorgung (SAPV) kom-plettiert für schwerstkranke Menschen die palliativmedizinische Behandlungskette im Landkreis“


Mit breiter Unterstützung aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich, von Wohlfahrtsverbänden, Hospizdiensten und Apothekern wurde am Montag-Abend im Dachauer Thoma-Haus die SAPV-Genossenschaft Dachau gegründet. Sie wird Träger eines SAPV-Teams werden, das künftig schwerstkranken Patienten eine spezialisierte ambulante palliativmedizinische Versorgung (SAPV) anbietet und es ihnen ermöglicht, in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben.„Das SAPV-Team komplettiert die soziale und medizinische Infrastruktur für schwerstkranke Menschen in unserem Landkreis. Es wird den Schlussstein in der palliativmedizinischen Behandlungskette setzen, die künftig vollständig in unserem Landkreis sichergestellt werden kann“, betonte der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath.

59 Interessierte nahmen an der Gründungsversammlung der SAPV-Genossenschaft Dachau teil, 40 von ihnen wurden Genossinnen und Genossen. „Von diesem großen Interesse bin ich  überwältigt. Vor allem bin ich dankbar, dass in dieser Genossenschaft alle relevanten Institu-tionen zusammenwirken. Es ist wirklich ein großes Team, bei dem der schwerkranke Mensch im Mittelpunkt steht“, erklärte Seidenath.

Der Wunsch vieler schwer- und schwerstkranker Menschen sei es, zu Hause zu sterben. „Zwi-schen Hospiz- und Pflegediensten im ambulanten Bereich und dem neuen palliativmedizini-schen Dienst am Amper-Klinikum Dachau im stationären Bereich besteht bislang eine Lücke, die künftig das SAPV-Team schließen soll. Auch für sehr schwer kranke Patienten wird es so möglich sein, in den eigenen vier Wänden zu bleiben und spezialisiert betreut zu werden“, erläuterte Seidenath und fügte hinzu: „Es geht um ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt. SAPV ist deshalb die richtige und humanitäre Antwort auf Bestrebungen Richtung aktiver Sterbehilfe.“ 

An die Gründungsversammlung schloss sich die erste Generalversammlung der neu gegründe-ten Genossenschaft an, auf der sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat bestimmt wurden. So wurde Dr. Edgar Müller vom MVZ Dachau zum Vorstand und Vorstandsvorsitzenden der neuen Genossenschaft bestimmt, Frau Leonore Hiebsch vom Franziskuswerk Schönbrunn zum weiteren Vorstandsmitglied.

Der Aufsichtsrat der SAPV-Genossenschaft besteht aus fünf Mitgliedern: Axel Hannemann (Caritas), Dr. Bernhard Arnold (Schmerztherapeut am Klinikum Dachau), Dr. Rudolf Szym-kowiak (Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Dachau), Dr. Dirk Hempel (niedergelas-sener Onkologe in Dachau) sowie Martin Bieg (Pflegedienstleiter am Klinikum Dachau). Im Anschluss an die Generalversammlung tagte auch der Aufsichtsrat der Genossenschaft zum ersten Mal und bestimmte Axel Hannemann zu seinem Vorsitzenden.

Aufgabe des Vorstands wird es nun sein, für die Genossenschaft einen Vertrag mit den Kran-kenkassen zu schließen und auf dieser Grundlage das SAPV-Team im Landkreis aufzubauen. Das SAPV-Team wird aus Ärzten und Pflegepersonen bestehen und rund um die Uhr eine spezialisierte ambulante palliativmedizinische Versorgung sicherstellen.

Die Generalversammlung beschloss zudem, für das SAPV-Team einen fachlichen Beirat ein-zurichten, der regelmäßig tagen und den Vorstand beraten soll. In diesem Beirat sollen alle relevanten Akteure und Professionen vertreten sein „Dieses Instrument wird nicht nur die Qualität der Versorgung sichern, sondern verkörpert zudem den Teamgedanken: alle ziehen zugunsten der schwerkranken Menschen in unserem Landkreis am gleichen Strang in die glei-che Richtung“, freute sich Seidenath.

Pressemitteilung des Bayerischen Landtags

Bernhard Seidenath, MDL

 


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