„De Dorscht wär ja da!“ Das war der Satz, der eine Idee zur Realität werden ließ. Die daniederliegende Brautradition, seit 1578 ein Aushängeschild für die Stadt Wächtersbach, begann sich zu erholen und stand schließlich wieder auf. Die Gründungsversammlung der Braugenossenschaft fand am Dienstagabend eine Resonanz bei den Bürgern, dass selbst die Macher überrascht waren. Die Zeichnung von Genossenschaftsanteilen - das Stück für 200 Euro - war gewaltig. Da Fürst Wolfgang-Ernst zu Ysenburg und Büdingen ebenfalls Anteile erwarb, entlockte es Bürgermeister Rainer Krätschmer die Bemerkung: „Seine Durchlaucht ist jetzt ebenfalls Genosse, was mich sehr freut!“ „Vielen Dank Genosse“, kam es promt zurück. Insgesamt war die Stimmung unter den fast 300 Besuchern der Versammlung gut. „Endlich tut sich wieder was in Richtung Kultur, Gewerbe und Tradition in Wächtersbach, das ist wunderbar. Da muss man doch Unterstützung geben“, so einer der Besucher, der in Streitberg zuhause ist.
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