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Kongress- und Veranstaltungszentrum im Erzgebirge als Genossenschaft

In der Festhalle Annaberg brennt wieder Licht




Am 7. Januar 2009 fand in Annaberg-Buchholz die Gründungsveranstaltung für eine Genossenschaft statt, die für die Stadt, ihre Einwohner, deren Wirtschaft, für Vereine und das Gewerbe ein zusätzliches Stück Kultur mit sich bringen wird.

                                                                             Kongress- und Veranstaltungszentrum Annaberg

Im Text der Satzung klingt der Förderzweck der  neu gegründeten Festhalle Annaberg-Buchholz eG konkret folgendermaßen: „Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb der Festhalle Annaberg-Buchholz eG.“
Was verbirgt sich dahinter? Dazu sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Walter Walliser: „Unser kleines genossenschaftliches Netzwerk aus begeisterten, engagierten Einzelpersonen, teils aus mittelständischen Unternehmen, teils aus Vereinen der Region, will durch den Um- und Ausbau der Festhalle ein erzgebirgisches Kongress- und Veranstaltungszentrum errichten und als variable Immobilie für Veranstaltungen für bis zu 1 200 Besucher betreiben.“ Hier können die Gäste  Regionales sowie Nationales und vielleicht auch einmal Internationales aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Küche erleben und genießen. „In jedem Fall wird die Kulturlandschaft mit einer besonderen Einrichtung bereichert.“ Heinrich Hechenberger, der Vorstandsvorsitzende, ergänzt: „Bei uns sind zusätzlich zum bisherigen Angebot der Stadt Annaberg-Buchholz Großveranstaltungen wie Kongresse, Bälle, Konzerte, Messen, Ausstellungen oder Versammlungen bestens untergebracht, die bisher nur außerhalb unserer Stadt und der Region durchgeführt worden sind.“ Schon darauf können die ideenreichen Genossenschafter stolz sein, zumal „doch damit für unsere Region nachhaltig neue Arbeitsplätze in der für uns sehr wichtigen Branche Tourismus entstehen“. Ein hohes Niveau der Versorgung mit regionalen Spezialitäten für die Festhallenbesucher wird sichergestellt, „das ist Ehrensache“, garantiert der Vorsitzende Welche Lieferanten werden die künftige Halle als Zulieferer betreuen? Heinrich Hechenberger: „Unsere Devise ist es, ortsansässige Partner aus Handwerk und Gewerbe zu bevorzugen und das keinesfalls nach dem Motto ‚Geiz ist geil‘. Das ‚WIR-Gefühl‘ wird uns leiten. Denkbaren Anreizen – wie einer Bonuskarte oder einem Museumspass – stehen wir sehr aufgeschlossen gegenüber.“ Eine künftige Aufgabe des Vorstandes ist es, nach der Eröffnung möglichst vielen Reiseunternehmen aus nah und fern die Besonderheiten der Stadt im Allgemeinen und die der Festhalle im Besonderen „schmackhaft“ zu machen. Dabei kommt der bevorzugten Betreuung der Busreisenden besondere Bedeutung zu. „Das wird sich auszahlen“, so der Vorsitzende. Für die bislang 22 Gründungsmitglieder (Bürger, Vereine, Unternehmer, Politiker und die Stadt) steht fest, dass die nächsten Aufgaben in der Reihenfolge Konzeption, Finanzierung, Sanierung und Einrichtung der Festhalle so schnell und effizient wie möglich umgesetzt werden müssen. „Das ist für wirklich alles die Voraussetzung! Nur so kann nachhaltig der wirtschaftliche Erfolg der Genossenschaft sichergestellt werden.“ Warum wurde die Rechtsform der eG gewählt? „Weil das jetzige Genossenschaftsmodell im Vergleich zu  ändern Gesellschaftsformen – wie AG, GmbH oder Verein – klar die erfolgversprechendste Variante ist und weil dieses Modell vom ,WIR-Gefühl’ getragen wird“, fasst Walter Walliser die geführten Diskussionen zusammen. Inzwischen stehen das Unternehmens-und Finanzierungskonzept mit den Bausteinen Gastronomie, Saal, Brauerei und Vermietung. 
                                                                                                         Dr. Wolfgang Allert  

 


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